Olympianista #10: Ein Grunzen aus dem Lyrik-Imperium / A grunt from the empire of poetry
Drei Dinge braucht der Mann: ein Bett, einen Tisch und eine Schreibmaschine. Freunde und andere Herbergsväter rühmten Bob Dylan dafür, dass man ihn in den frühen Jahren in spartanischen Behausungen unterbringen konnte, solange sein Zimmer mit diesen drei grundlegenden Dingen möbliert war. Wenn er also nicht gerade die Gitarre schwang und/oder in eine Mundharmonika blies, fand man ihn über eine Schreibmaschine gebeugt; selbst auf Tourneen hatte er ein tragbares Modell dabei. Es gibt in D. A. Pennebakers berühmter Doku „Don’t Look Back“ von 1967 diese wunderbare Szene mit der musizierenden, glockenhell klingenden Joan Baez, während daneben ihr Freund ungerührt auf der geliehenen Olympia SG1 aus Roffhausen tackert. Überhaupt verbrachte Dylan sehr viel Zeit hinter der Tastatur, berichten Weggefährten. Und er hatte seine Rituale: Demnach platzierte er die Schreibmaschine, auch mal eine Royal Safari, auch mal eine Olivetti Lexikon 80, in der Mitte seines Schreibtisches, daneben stand ein Asc...